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Armut und Gesundheit in München. Expertise für den Münchner Armutsbericht 2011/2012

Armutsbericht 2011, 1-38 (2012)
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Der 'Münchner Armutsbericht 2000' (Sozialreferat 2002a) enthält ein längeres Kapitel über 'Kinderarmut und Gesundheit'. Bezogen auf München wurden hier vor allem Ergebnisse aus den folgenden Datenquellen vorgestellt: Schuleingangsuntersuchung, schulärztliche Unter-suchung der 10-12jährigen Kinder, Befragung von Berufsschülern/innen aus dem Jahr 1999, Befragung bei Personen aus der Altersgruppe 13-25 aus dem Jahr 1995. Die Auswertungen bestätigen, dass die in anderen Studien immer wieder gefundenen Zusammenhänge zwischen Armut und Gesundheit auch in München vorhanden sind. In den nächsten beiden Armuts-berichten 'Fortschreibung 2002' (Sozialreferat 2002b) und 'Fortschreibung 2004' (Sozialreferat 2006) taucht das Thema 'Gesundheit' kaum auf. Im letzten Münchner Armutsbericht (Sozialreferat 2008) werden in einem kurzen Abschnitt zum Thema 'Gesundheit' einige Ergebnisse aus der Münchner Gesundheitsberichterstattung (siehe unten) vorgestellt. Weiter-gehende Analysen sind nicht enthalten. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass dem Thema 'Armut und Gesundheit' im neuen Münchner Armutsbericht jetzt wieder mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. In letzter Zeit häufen sich in Deutschland nicht nur die Armutsberichte, sondern auch die Berichte über den Zusammenhang zwischen der sozialen Ungleichheit einerseits und dem Gesundheitszustand andererseits. In einer kaum mehr überschaubaren Vielzahl von Arbeiten ist immer wieder gezeigt worden, dass Personen mit niedrigem sozialen Status zumeist einen besonders schlechten Gesundheitszustand aufweisen, dass sie kränker sind und früher sterben als Personen mit höherem sozialen Status (Mielck 2005; Richter/Hurrelmann 2009). Es ist daher bestimmt sinnvoll, auch in den Armutsberichten auf diese Problematik hinzuweisen. Im Folgenden werden zunächst einige empirische Analysen aus München vorgestellt. Sie sollen verdeutlichen, dass Armut und Gesundheit auch in einer so vergleichsweise wohlhabenden Stadt wie München miteinander zusammenhängen. Das anschließende Kapitel ist überschrieben mit: Weitere Stellungnahmen in München zum Thema 'Armut und Gesundheit'. Hier wird darauf hingewiesen, dass (gesundheits-)politische Stellungnahmen zum Thema 'Armut und Gesundheit' in München schon seit vielen Jahren vorhanden sind, dass dieses Thema also schon lange im 'politischen Bewusstsein' angekommen ist. Im nächsten Kapitel werden Ergebnisse aus der 'Münchner Bürgerinnen- und Bürgerbefragung 2010' vorgestellt. Die Befragung enthält zwar keine Fragen zum Gesundheitszustand und zum Gesundheitsverhalten, wohl aber Fragen zu einigen gesundheitlichen Belastungen und Ressourcen (z.B. Lärm und Luftverschmutzung, Erreichbarkeit und Attraktivität von Grünflächen und Sportanlagen, Zufriedenheit mit der gesundheitlichen Versorgung). Die Analyse dieser Daten kann somit aktuelle Informationen bereitstellen auch über die sozialen Unterschiede bei diesen gesundheitlichen Belastungen und Ressourcen. Im fünften Kapitel wird dann der Blick auf die allgemeine wissenschaftliche Diskussion zum Thema 'Armut und Gesundheit' erweitert, um so die Ergebnisse aus München einordnen und die künftigen Herausforderungen besser ableiten zu können. Der Abschluss wird durch ein kurzes Kapitel zu 'Zusammenfassung und Ausblick' gebildet.
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Publikationstyp Artikel: Journalartikel
Dokumenttyp Rezension
Konferenztitel Armutsbericht 2011
Quellenangaben Band: , Heft: , Seiten: 1-38 Artikelnummer: , Supplement: ,
Verlag Landeshauptstadt München, Sozialreferat
Verlagsort München
Begutachtungsstatus