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Allergie – eine Umwelterkrankung!

Allergy – an environmental disease.

Bundesgesundheitsbl.-Gesund. 60, 584-591 (2017)
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Die Zunahme von Allergien stellt ein Phänomen dar, das sich in allen – industriell gesehen– schnell sich entwickelnden Ländern beobachten lässt. Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass allein eine genetische Prädisposition für die Entstehung einer Allergie notwendig sei. Heute ist man einen Schritt weiter, mit dem Wissen um Umweltfaktoren, welche die Gene bzw. das Abschreiben von Genen in den Zellen verändern können. Epidemiologische Studien haben inzwischen Umweltfaktoren identifiziert, die protektiv oder fördernd bei der Allergieentstehung wirken. Einen neu erkannten Umweltfaktor stellt das Mikrobiom dar – sowohl das Mikrobiom der Umwelt als auch des Darmes. Gemeinsames Thema vieler Studien ist die Diversität: Eine hohe Diversität des Mikrobioms korreliert mit einem geringeren Allergierisiko. Die molekularen Grundlagen dieser beschreibenden Ergebnisse gilt es nun auf allen Ebenen weiter zu analysieren – vom Organ über die Zelle bis hin zu klein(st)molekularen Strukturen wie den Genen. Für Immunologen geht es im Speziellen darum, Einflussfaktoren und Wirkungswege der Allergene zu verstehen und die daraus gewonnen Erkenntnisse anschließend für das goldene Ziel der Allergieforschung anzuwenden – die Prävention.
The increase in allergies is a phenomenon that is being observed in all fast-developing countries. For a long time, science has taken as a starting point that solely a genetic predisposition is a precondition for the development of an allergy. Today, knowledge of environmental factors that can alter genes or the transcription of genes in the cells, has improved. Epidemiological studies have meanwhile identified several environmental factors that have a protective or supporting effect on allergy development. The environmental microbiome has recently gained central interest. A common theme in most of the studies is diversity: reduced diversity is correlated with enhanced risk for chronic inflammatory diseases and allergy. It is now of great interest for research to further analyze such environment–gene and/or environment–human interactions on all levels – from organs to cells to small and microstructures such as genes. For immunologists, it is specifically about understanding the influencing factors and effector pathways of allergens, and to apply thereby obtained insights in the follow-up for the ultimate goal of allergy research – prevention.
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Publikationstyp Artikel: Journalartikel
Dokumenttyp Wissenschaftlicher Artikel
Schlagwörter Typ-I-Allergie; Umwelt; Epigenetik; Adjuvanzien; Pollen; Airborne Contact-dermatitis; Air-pollutants; Filaggrin Mutations; European-union; Pollen; Children; Sensitization; Pollution; Asthma; Allergenicity
ISSN (print) / ISBN 1436-9990
e-ISSN 1437-1588
Quellenangaben Band: 60, Heft: 6, Seiten: 584-591 Artikelnummer: , Supplement: ,
Verlag Springer
Verlagsort New York
Begutachtungsstatus Peer reviewed
Institut(e) Institute of Environmental Medicine (IEM)