PuSH - Publikationsserver des Helmholtz Zentrums München

Manganexposition und neurodegenerative Erkrankungen - Untersuchungen mittels Mn-Speziesanalytik.

Zbl. Arbeitsmed. 62, 156-158 (2012)
Verlagsversion bestellen
Open Access Green möglich sobald Postprint bei der ZB eingereicht worden ist.
Die zunehmende Manganexposition aus der Umwelt und an manchen Arbeitsplätzen stellt zunehmend ein Problem dar, da als Folge eine Schädigung des Zentralnervensystems auftreten kann, die im schlimmsten Fall zu Manganismus, einer Parkinsonähnlichen Erkrankung führen kann. In diesem Beitrag wurden daher Methoden der Elementspeziation – Kopplungsverfahren aus Chromatographie (oder Kapillarelektrophorese) mit elementselektiver ICP-MS Detektion – eingesetzt, um die Verteilung verschiedener Mn-Verbindungen im Serum und  Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) zu untersuchen. Mit dieser Mangan Speziesanalytik konnten neben den physiologischen Mn-Spezies auch die Mn-Verbindungen gemessen werden, die besonders bei erhöhter Exposition im Organismus gebildet werden, und im Folgenden jene identifiziert werden, die besonders leicht und offenbar wenig kontrolliert über die neuronale Schranke ins Gehirn gelangen und dort vor allem im Globus Pallidus schädigend wirken. Es handelt sich überwiegend um ein kleines Molekül, nämlich Mn-Citrat, welches sogar in CSF angereichert wird. Dieses Ergebnis konnte auch in einem daraufhin durchgeführten Tierexperiment nach einmaliger Exposition bestätigt werden. Abschließend werden neueste Untersuchungen vorgestellt, basierend auf diesen Ergebnissen, möglichst einfache Verfahren zu entwickeln um aussagekräftige Biomarker im Serum für erhöhtes Mn-Citrat im CSF zu finden.
Weitere Metriken?
Zusatzinfos bearbeiten [➜Einloggen]
Publikationstyp Artikel: Journalartikel
Dokumenttyp Wissenschaftlicher Artikel
Schlagwörter Mangan; Speziation; Parkinsonismus; Mn-Citrat
ISSN (print) / ISBN 0944-2502
Quellenangaben Band: 62, Heft: 3, Seiten: 156-158 Artikelnummer: , Supplement: ,
Verlag Haefner
Begutachtungsstatus Peer reviewed